Es gibt (meiner Meinung nach) kein System, wo jeder Mensch gleich ist. Der Mensch will aus der Natur heraus gerne Leute unter sich gestellt haben und einen Vorteil gegenüber anderen haben. Deshalb gibt es Diktatoren.
Ein Systemwechsel würde meiner Meinung nach nicht wirklich helfen. Es würden wieder ne Handvoll Menschen geben, die sich die Taschen vollstopfen und den Rest der Menschen lässt man verarmen
Kennst Du Humes Gesetz? Der Philosoph hat festgestellt, dass viele Menschen blind vom Sein aufs Sollen schließen (z.B. Menschen organisieren sich idR in hierarchischen Strukturen -> das liegt in ihrer Natur und soll und kann auch nicht geändert werden), wodurch wir uns das Leben schädlich vereinfachen.
Das widerlegt meine These aber nicht. Würde ein Trump, oder ein Putin in so einer "gleichen Welt" nicht versuchen, über anderen zu stehen? Solange es solche Leute gibt, kann es nicht funktionieren
Ich finde es nur interessant, dass Du von der Frage nach dem System, was wir wollen, direkt auf die Frage nach Gleichheit schließt; scheinbar glaubst Du ja auch, dass das gewollte System Gleichheit beinhaltet; Du gehst davon aus, dass eine Minderheit, die nicht teilnimmt, Macht über eine Mehrheit hat. Das funktioniert in einem sowieso schon ungleichen System. Da das, was Du beschreibst (wobei ich mir nicht ganz im Klaren bin was Du mit diesem großen Begriff Gleichheit hier überhaupt meinst), de facto noch nie in die Tat umgesetzt wurde, wissen wir auch nicht, ob es sich als natürlich oder nur als Folge unserer gesellschaftlichen Eingewöhnung erweisen würde, was wir anstreben.
natürlich will ich (ein System mit) Gleichheit. Das jeder Mensch die gleichen Bildungsmöglichkeiten und gleiche Karrieremöglichkeiten hat, dass niemand hungern muss, das jeder Mensch gleich viel zu sagen hat, etc.
Und das es (trotz unzähliger Revolutionen) nie in die Tat umgesetzt wurde, zeigt doch, wie es aussieht. Wie lange gibt es den Mensch schon?
Und ja, man könnte argumentieren, dass eben durch diesen "DaS WaR ImMeR So UnD WiRD ImmEr So bLeIbEN"-Gedanken nicht funktioniert. Aber wie ich sagte, es gab Revolutionen, es gab Bürger-/Unabhängigkeitskriege, es gab so viel und trotzdem gab es nie Freiheit und Gleichheit
Gleichheit? Hör auf zu träumen, kleiner Maxi. Es gab nie und wird nie echte Gleichheit geben, weil die Menschen einfach nicht so ticken. Ob Revolution oder nicht, es kommt immer der nächste, der sich oben fühlen will. So einfach ist das.
Was ich mich frage, ist, wie viel von dieser Determination unserer Handlungen erst dadurch entsteht, dass wir uns gewiss sein zu können glauben, dass es die Determination überhaupt gibt.
Ich weiß nicht, welche Revolutionen Du im spezifischen ansprichst, aber die 48/49er ist z.B. daran gescheitert, dass zu Wenige ihren Hintern hochbekommen haben, die französische trotz langfristigen Teilerfolges daran, dass zu viel Macht in die Hände Einzelner geraten ist - also den Effekt, den Du beschreibst; allerdings ist da für mich fragwürdig, ob die Intentionen von Anfang an determiniert waren oder erst korrumpiert wurden.
Was die sozialistischen Bewegungen angeht, haben wir als im Westen nach 2000 Geborene und Aufgezogene kein Urteilsvermögen über diese Gesellschaften.
Kennst Du Humes Gesetz? Der Philosoph hat festgestellt, dass viele Menschen blind vom Sein aufs Sollen schließen (z.B. Menschen organisieren sich idR in hierarchischen Strukturen -> das liegt in ihrer Natur und soll und kann auch nicht geändert werden), wodurch wir uns das Leben schädlich vereinfachen.
Aber das ist ja auch nötig, es wäre unmöglich dass jeder bei jeder noch so kleinen Entscheidung mitbestimmt
Darum geht es bei Humes Gesetz nicht. Das Verhältnis von Sein und Sollen kritisch zu betrachten würde hier bedeuten, dass es, selbst wenn man weiß, dass man die Menschen nicht von hierarchischen Strukturen abhalten kann, trotzdem das moralisch Richtige ist, die Gleichheit nicht als Ganzes aufzugeben und trotzdem mit aller Tatkraft weiterzuverfolgen, selbst wenn man sie - als Ganzes - nie erreichen wird.
Ich versuche es mit einer Analogie, wir wissen auch, dass wir sterben, und dass das determiniert ist. Das ist das Sein. Und dennoch übertragen wir auf das Sollen nicht, wie in vielen anderen Bereichen, das Sein; nein, wir versuchen trotzdem, am Leben zu bleiben.
Das würde hierarchische Strukturen als etwas ansehen, was zwingend negativ ist
Eigentlich nicht. Vom Sein nicht aufs Sollen zu schließen kritisiert die Herstellung eines Kausalzusammenhangs, es schließt aber nicht eine tatsächliche Korrelation von Sein und Sollen aus (das wäre ja auch lächerlich, würde es doch bedeuten, mit keinem Sein zufrieden zu sein; das hat Hume sicherlich nicht im Sinn gehabt).
Keks503
ICH VS DAS SYSTEM 🗿
Keks503
Nein, im Ernst, wir SIND das System. Wenn sich das System nicht ändert, ist das unsere Ignoranz.
anonym068
Nein.
Maxi03#emmaaxkatze
Es gibt (meiner Meinung nach) kein System, wo jeder Mensch gleich ist. Der Mensch will aus der Natur heraus gerne Leute unter sich gestellt haben und einen Vorteil gegenüber anderen haben. Deshalb gibt es Diktatoren. Ein Systemwechsel würde meiner Meinung nach nicht wirklich helfen. Es würden wieder ne Handvoll Menschen geben, die sich die Taschen vollstopfen und den Rest der Menschen lässt man verarmen
Keks503
Kennst Du Humes Gesetz? Der Philosoph hat festgestellt, dass viele Menschen blind vom Sein aufs Sollen schließen (z.B. Menschen organisieren sich idR in hierarchischen Strukturen -> das liegt in ihrer Natur und soll und kann auch nicht geändert werden), wodurch wir uns das Leben schädlich vereinfachen.
Maxi03#emmaaxkatze
Das widerlegt meine These aber nicht. Würde ein Trump, oder ein Putin in so einer "gleichen Welt" nicht versuchen, über anderen zu stehen? Solange es solche Leute gibt, kann es nicht funktionieren
Keks503
Ich finde es nur interessant, dass Du von der Frage nach dem System, was wir wollen, direkt auf die Frage nach Gleichheit schließt; scheinbar glaubst Du ja auch, dass das gewollte System Gleichheit beinhaltet; Du gehst davon aus, dass eine Minderheit, die nicht teilnimmt, Macht über eine Mehrheit hat. Das funktioniert in einem sowieso schon ungleichen System. Da das, was Du beschreibst (wobei ich mir nicht ganz im Klaren bin was Du mit diesem großen Begriff Gleichheit hier überhaupt meinst), de facto noch nie in die Tat umgesetzt wurde, wissen wir auch nicht, ob es sich als natürlich oder nur als Folge unserer gesellschaftlichen Eingewöhnung erweisen würde, was wir anstreben.
Maxi03#emmaaxkatze
natürlich will ich (ein System mit) Gleichheit. Das jeder Mensch die gleichen Bildungsmöglichkeiten und gleiche Karrieremöglichkeiten hat, dass niemand hungern muss, das jeder Mensch gleich viel zu sagen hat, etc. Und das es (trotz unzähliger Revolutionen) nie in die Tat umgesetzt wurde, zeigt doch, wie es aussieht. Wie lange gibt es den Mensch schon? Und ja, man könnte argumentieren, dass eben durch diesen "DaS WaR ImMeR So UnD WiRD ImmEr So bLeIbEN"-Gedanken nicht funktioniert. Aber wie ich sagte, es gab Revolutionen, es gab Bürger-/Unabhängigkeitskriege, es gab so viel und trotzdem gab es nie Freiheit und Gleichheit
Maxi03#emmaaxkatze
@eb, was ist deine Meinung?
Erklärbär
Gleichheit? Hör auf zu träumen, kleiner Maxi. Es gab nie und wird nie echte Gleichheit geben, weil die Menschen einfach nicht so ticken. Ob Revolution oder nicht, es kommt immer der nächste, der sich oben fühlen will. So einfach ist das.
Keks503
Was ich mich frage, ist, wie viel von dieser Determination unserer Handlungen erst dadurch entsteht, dass wir uns gewiss sein zu können glauben, dass es die Determination überhaupt gibt.
Keks503
Ich weiß nicht, welche Revolutionen Du im spezifischen ansprichst, aber die 48/49er ist z.B. daran gescheitert, dass zu Wenige ihren Hintern hochbekommen haben, die französische trotz langfristigen Teilerfolges daran, dass zu viel Macht in die Hände Einzelner geraten ist - also den Effekt, den Du beschreibst; allerdings ist da für mich fragwürdig, ob die Intentionen von Anfang an determiniert waren oder erst korrumpiert wurden. Was die sozialistischen Bewegungen angeht, haben wir als im Westen nach 2000 Geborene und Aufgezogene kein Urteilsvermögen über diese Gesellschaften.
Anonym der 10 000
Aber das ist ja auch nötig, es wäre unmöglich dass jeder bei jeder noch so kleinen Entscheidung mitbestimmt
Anonym der 10 000
Also klar, vielleicht wenn du nur ein dorf oder so bist, aber ein grösseres Land kann so gar nicht funktionieren
JaBe mistr 3
Ano
Anonym der 10 000
Und eine moderne Zivilisation wäre ohne grössere Gemeinschaften eigentlich gar nicht möglich
Keks503
Darum geht es bei Humes Gesetz nicht. Das Verhältnis von Sein und Sollen kritisch zu betrachten würde hier bedeuten, dass es, selbst wenn man weiß, dass man die Menschen nicht von hierarchischen Strukturen abhalten kann, trotzdem das moralisch Richtige ist, die Gleichheit nicht als Ganzes aufzugeben und trotzdem mit aller Tatkraft weiterzuverfolgen, selbst wenn man sie - als Ganzes - nie erreichen wird.
Keks503
Ich versuche es mit einer Analogie, wir wissen auch, dass wir sterben, und dass das determiniert ist. Das ist das Sein. Und dennoch übertragen wir auf das Sollen nicht, wie in vielen anderen Bereichen, das Sein; nein, wir versuchen trotzdem, am Leben zu bleiben.
Anonym der 10 000
Das würde hierarchische Strukturen als etwas ansehen, was zwingend negativ ist
Anonym der 10 000
Aber wenn der, der an der Macht ist auch tatsächlich gutes im sinn hat muss das ja nicht sein
Keks503
Eigentlich nicht. Vom Sein nicht aufs Sollen zu schließen kritisiert die Herstellung eines Kausalzusammenhangs, es schließt aber nicht eine tatsächliche Korrelation von Sein und Sollen aus (das wäre ja auch lächerlich, würde es doch bedeuten, mit keinem Sein zufrieden zu sein; das hat Hume sicherlich nicht im Sinn gehabt).
JaBe mistr
@teamminecraft