Vom Punk zum Realismus: Eine politische Kehrtwende

Morgens um 2 und KDC denkt mal wieder zu viel über Gott und die Welt nach. Und glaubt allen Ernstes, seine Meinung würde irgendjemanden hier interessieren, weswegen er sie nun öffentlich kundtut. Ich bin kein allzu großer Fan von Nationalstolz. Trotzdem habe ich gerade realisiert, wie gut es uns allen in Deutschland geht. Selbst den Ärmsten von uns geht es noch vergleichsweise gut, wenn man mal einen Blick in andere Länder wirft. Unser Sozialsystem ist nicht perfekt, aber wir sollten dankbar sein, dass wir darauf zurückgreifen können. Solidarität ist wichtig, weil jeder von uns könnte morgen davon profitieren. Aber - und mein Punkerherz blutet, wenn ich das sagen muss - wir können uns nicht einfach zurücklehnen und sagen: Ja, das regelt schon das Sozialsystem. Wir müssen für seinen Erhalt kämpfen. Jeder von uns. Einer für alle und alle für einen. Wenn wir arbeiten, zahlen wir Steuern, finanzieren wir den Staat, finanzieren wir unser Leben und das unserer Mitmenschen. Je mehr wir arbeiten, desto besser geht es uns auf lange Sicht. Frührente und Vier-Tage-Woche ist geil, das gebe ich zu, aber wenn jeder das macht, bricht am Ende die Wirtschaft zusammen, und das können wir uns nicht leisten. Nicht in unserer heutigen Situation. Wir müssen stark bleiben und wehrhaft. Nicht nur gegen den Zerfall von innen, sondern auch gegen Feinde von außen. Und auch hier gilt: Solidarität bewahren. Nächstenliebe gilt auch für Staaten. So beispielsweise für die Ukraine, aber auch für Israel. Letztere sollten wir ganz besonders in unsere Obhut nehmen und beschützen, nach all den Verbrechen, die unser Volk (ja, unser Volk, es waren unsere Urgroßeltern, die so etwas Grausames ermöglicht haben) ihnen angetan hat. Deutschland darf nicht zusehen, wie Israel unter dem Antisemitismus der Hamas leidet und die Bevölkerung in Angst leben muss. Dieser Terror muss aufhören. Aber auch innerhalb Deutschlands ist die Gewalt bereits angekommen. Man kennt es: spät abends läuft man noch durch die Straßen und wird (vor allem, wenn man wie ich lange grüne Haare hat und Nieten trägt) schnell von irgendwelchen Asis dumm angemacht. Und ich bin kein Rassist, wenn ich das jetzt so offen sage: Es sind eben doch zu einem sehr hohen Anteil Ausländer. Und ich sage nicht, dass das alle betrifft, aber es sind mehr kriminelle Immigranten hier als kriminelle Deutsche, und das hat für mich schon einen Beigeschmack. Und ganz ehrlich: bevor irgendein straffälliger asylloser Südländer unschuldige Mädchen auf dem Heimweg vergewaltigt, sollten wir ihn des Landes verweisen, wenn wir doch sowieso wissen, dass er uns nur Ärger bringen und nicht für dieses Land arbeiten wird. Es würde, denke ich, auch unsere Städte ein wenig ansehnlicher machen. Das ausgerechnet von mir zu hören ist vielleicht etwas überraschend, aber mir ist klar geworden, dass wir einfach gerade in verdammt unsicheren Zeiten leben, und was wir brauchen, ist eine starke, vernunftbasierte Führung. Und ganz ehrlich: bevor die Linken unser Land wehrlos machen, weil sie Arbeit und Rüstungsindustrie herunterfahren, stehe ich lieber hinter Friedrich Merz. Das Leben ist kein Wunschkonzert, aber sowohl die Linken als auch die AfD stellen es gerne genau so dar. Und ich neige auch dazu, aber ich muss einfach mal Klartext reden, weil ich mich - weil wir alle uns viel zu oft selbst belügen, indem wir ihnen glauben. Und ich bin überzeugt, dass Friedrich Merz eigentlich eine ziemlich missverstandene Person ist. Ich will niemandem hier jetzt was indoktrinieren oder so, aber wenn ich so ehrlich darüber nachdenke, so übel ist der Typ gar nicht. Im Gegenteil. Ich glaube, er ist ein verkanntes Genie, einer der wenigen, die die Probleme im Land wirklich kennen und konsequent beseitigen. Ich bin ja links und so, aber ich glaube, bei der nächsten Wahl wird mein Stimmzettel schwarz-schwarz angekreuzt. Also, lasst es euch mal durch den Kopf gehen, Leute. Punk und Anarchie und so was ist ja geil, aber es ist einfach nicht realistisch. Die CDU weiß das. Friedrich Merz weiß das. Es wird Zeit, dass es auch in unseren Köpfen ankommt.

Danke für eure Aufmerksamkeit.

Kommentare (11)

Ich stehe nicht überall hinter Fruedrich Merz aber sonst kann ich nur zustimmen.

Kommentar gelöscht von Keks503
Mats⚓️

Ich stehe nicht überall hinter Fruedrich Merz aber sonst kann ich nur zustimmen.

Es is satire🗿

Und wenn es kein straffälliger asylloser Südländer ist? Lass uns doch lieber Täter bestrafen, nicht Gruppen von Tätern

„ bevor irgendein straffälliger asylloser Südländer unschuldige Mädchen auf dem Heimweg vergewaltigt, sollten wir ihn des Landes verweisen, wenn wir doch sowieso wissen, dass er uns nur Ärger bringen und nicht für dieses Land arbeiten wird“ und woran willst du das erkennen? Erinnert mich eher an Frau Weidels „Kopftuchmädchen und Messermänner werden unseren Sozialstaat nicht voranbringen“ oder so ähnlich. Woran erkennst du, dass es Ausländer sind? Aber gut, nehme ich jetzt mal kurz an, es sei so, wie du meinst: Wieso sollten es „ zu einem sehr hohen Anteil Ausländer“ sein? Also, aus welchem Grund? Weil sie böse Menschen sind? Weil ihre Kultur schuld ist? Nein, sondern eher: Das Leben und soziale Aspekte. Dinge, die schiefgelaufen sind in der individuellen Entwicklung. Und da ist dann eben doch in weiten Teilen ein Staat schuld, in dem Menschen zurückgelassen werden. Beispiel 2015 und Kriminalität der Menschen, die infolge der Flüchtlingswelle hier nach DE kamen: Der Staat war überfordert in sämtlichen Hinsichten, und ein überforderter Staat kann nicht jedem Individuum (ausreichend) Hilfe und Unterstützung geben. Allein das ist unschön, aber gepaart mit der Tatsache, dass die Menschen eine verdammte Flucht hinter sich hatten, mit aller Gefahr, die dazugehört (welche Angst musst du haben, um so weit zu gehen?), wird das zu Zündstoff. Wenn dann noch Leute wissen, dass sie wahrscheinlich nicht mehr lange hier sein dürfen, aufgrund aggressiverer Abschiebepolitik (ja, bei den bekannten Anschlägen der letzten 2 Jahre waren es tatsächlich erstaunlich häufig Täter, die nicht mehr hätten hier sein sollen), löst das schnell ein emotionales Chaos aus, und dann heulen andere rum, wie böse doch Ausländer seien? Das hier soll keine Relativierung sein, es soll aber darstellen, dass es nicht immer zielführend ist, alles auf eine Partei (hier: Ausländer/Migranten(/Muslime)) zu schieben, denn es gehört oft mehr dazu. Es sind also nicht zwingend Ausländer von sich aus, selbst wenn man meinte, dass du recht hättest, sondern sind diese eben nur eventuell von sowas oder stark unterdurchschnittlicher sozialer Herkunft betroffen, ergo die Anfälligkeit ist nicht höher, weil es Ausländer sind, sondern weil sie zurückgelassen wurden. Zumal ich bislang von Mädchen, mit denen ich darüber geredet habe, nur gehört habe, dass sie sich unter bestimmten Bedingungen (nachts, allein o.ä.) in der Gegenwart von Männern unwohler fühlen, die Herkunft tut da wenig zur Sache. Also das mal angenommen, deine Erfahrung ist so überhaupt korrekt (soll nicht heißen, dass du blind bist, sondern dass du optisch schlecht einen Deutschen von einem Ausländer unterscheiden kannst, gibt eben auch viele mit einem Migrationshintergrund, ohne selbst migriert zu sein) ist

„ so übel ist der Typ gar nicht“ mhm. Stimmen gegen Gleichbehandlungsgesetz (2006), gegen das Verbot von Vergewaltigung in der Ehe (1997), Migranten nähmen uns Zahnarzttermine weg, wir hätten noch immer dieses Problem im Stadtbild, und und und. Ich für mich überlege eher, ob ich schon für einen Rassisten halten sollte, aber jedem das seine

„ Vier-Tage-Woche ist geil, das gebe ich zu, aber wenn jeder das macht, bricht am Ende die Wirtschaft zusammen“ das hängt tatsächlich davon ab, wie du es machst. An sich ist das durchaus machbar. Man kann Besteuerungen ändern, teilautomatisieren bei nicht schwer erniedrigtem Gehalt usw. Das ist möglich, aber dafür musst du dich von deiner neuen konservativen Brille lösen. Auf die Art, die Konzerne bevorzugen, wird das nichts.

Kreuz deinen Zettel an, wie du möchtest, aber sei dir bewusst, welchen Kurs die CDU seit ein paar Jahren eingeschlagen hat und dass du damit besonders betroffenen Minderheiten das Leben nicht einfacher machst - im Gegenteil. Wäg es ab und komm zu einem Schluss, aber auf deinem jetzigen Weg brauchst du dich nicht ohne Weiteres „links“ zu nennen.

Sooo, und bevor jz irgendjemand etwas Schlechtes von mir denkt: ES WAR VERDAMMT NOCHMAL WOP! Steinigt Babro, nicht mich. Das Einzige, was ich an Friedrich Merz gutheißen kann, ist dass er alt ist und deshalb innerhalb der nächsten 20 Jahre ins Gras beißen wird.

Goldene Drossel