Willkommen im Hotel „Zum Kalten Grill“.
Um punkt 7:00 Uhr morgens schlägt die Stunde der Wahrheit. Das Personal – meisterhaft geschult in maximaler Unhöflichkeit – fragt nicht nach deinen Wünschen, sondern zerrt dich ohne Zögern an einen Tisch. Kaum sitzt du, surren auch schon die ersten Roboter heran. Sie kommen vor dem Essen, sie kommen nach dem Essen. Sie beobachten dich einfach nur.
Am Buffet erwartet dich kulinarische Avantgarde. Die Spezialität des Hauses? Speisen, die gleichzeitig eiskalt und frisch vom Grill sind. Wie das physikalisch funktioniert, weiß niemand, aber es verleiht dem Wort Feinschmecker eine ganz neue Dimension. Sein Essen ist schmutzig, er isst schmutzig, er fliegt – vermutlich direkt wieder aus dem Speisesaal raus.
Beim Anblick der Nachbartische überkommt dich pure Ratlosigkeit: Manche Leute haben Dinge auf dem Teller, die ich nicht mal backen würde, selbst wenn man mich dafür bezahlt.
Die Toiletten sind ein Abenteuer für sich. Sie sind so spektakulär dreckig, dass der einzig vernünftige Ratschlag lautet: „Sei wie Kleber! Halte dich an der Wand fest, klebe am Leben und meide diesen Raum um jeden Preis.“
Als am Ende die Rechnung eintrudelt, wird klar: Da das Essen heute überraschend teurer war, haben aus Protest nicht alle gespendet. Die Roboter rollen enttäuscht von dannen.
Mächtige Singdrossel
Quatsch