Schach mit Reis

Kommentare (18)

  • Mein Mathe Lehrer hat das auch mal erklärt

    I dont know...

    Ehrenbürger

    Mein Mathe Lehrer hat das auch mal erklärt

    Same

    Exponentieller Wachstum

    Anonym

    I dont know...

    Same...

    Rechne mal 1*2*2*2... bis du das 64 mal gemacht hast

    Anоnуm

    Rechne mal 1*2*2*2... bis du das 64 mal gemacht hast

    ich weiß wie das geht, habe aber keine Lust es auszurechnen. Kenne aber den Trick.

    Anоnуm

    Rechne mal 1*2*2*2... bis du das 64 mal gemacht hast

    9 223 372 036 854 775 808 Ka, ob ich was falsch gemacht hab, aber ich checks immernoch nicht

    Kenn aus Klasse 4

    Die Geschichte dahinter ist der, dass ein Kaiser (ich glaube China, nagelt mich da aber nicht fest) Schach gelernt hat von einer Person, und ihm angeboten hat, ihn für das Spiel zu entlohnen. Der Lehrer meinte lediglich: "Ich will Reis. Und zwar 1 Reiskorn auf dem ersten Feld, und von da an verdoppeln." Der Kaiser nahm es an, weil das klang jetzt richtig bescheiden.

    Stellte sich heraus, so viel Reis gab es gar nicht im Kaiserreich.

    Es war vor vielen Jahrhunderten in Indien, als ein mächtiger König namens Shihram (oft auch Balhait genannt) über ein riesiges Reich herrschte. Obwohl er unermesslich reich war, plagten ihn tiefe Langeweile und Melancholie. Die Palastwachen, die Reichtümer und die ständigen Feste boten ihm keine Freude mehr. Da trat ein weiser Brahmane namens Sissa ibn Dahir vor den König. Er brachte ein Geschenk mit, das er selbst erfunden hatte: ein Spiel aus Holz mit 64 quadratischen Feldern und kunstvoll geschnitzten Figuren – das Schachspiel. Sissa erklärte dem Herrscher die Regeln. Der König war sofort fasziniert. Er erkannte, dass dieses Spiel nicht nur Unterhaltung bot, sondern auch die geistigen Fähigkeiten schärfte: Es forderte logisches Denken, Voraussicht und strategische Geduld. Das Spiel vertrieb die königliche Langeweile im Nu.

    Die unbedachte Zusage

    Aus tiefer Dankbarkeit und Begeisterung rief König Shihram: „Sissa, du hast mich aus meiner Schwermut gerettet. Nenne mir deinen Wunsch, und ich werde ihn dir erfüllen – selbst wenn du die Hälfte meines Königreichs oder meinen halben Schatz forderst!“ Sissa war jedoch ein bescheidener und kluger Mann. Er lächelte sanft und lehnte den Reichtum ab. Stattdessen bat er um eine vermeintlich winzige Belohnung in Form von Weizen- oder Reiskörnern (je nach Version der Legende): • Auf das erste Feld des Schachbretts sollte der König 1 Korn legen lassen. • Auf das zweite Feld sollten 2 Körner gelegt werden. • Auf das dritte Feld 4 Körner. • Auf das vierte Feld 8 Körner. • Und so weiter, sodass sich die Anzahl der Körner auf jedem folgenden Feld bis zum 64. Feld immer verdoppelt. Der König lachte laut auf. Er fühlte sich fast beleidigt von einer so geringen Bitte. „Du bist ein großer Denker, aber ein schlechter Geschäftsmann!“, rief er amüsiert. „Dein Wunsch ist so bescheiden, dass es meiner Großzügigkeit kaum würdig ist. Aber es soll geschehen. Meine Diener werden dir den Getreidesack sofort füllen.“ Sissa verneigte sich und verließ schweigend den Palast.

    Das böse Erwachen

    Am Abend erinnerte sich der König an sein Versprechen und fragte seine Hofmathematiker und Schatzmeister, ob der Brahmane seine Belohnung erhalten habe. Die Schatzmeister saßen jedoch mit bleichen Gesichtern, Schweißperlen auf der Stirn und Bergen von Rechenbrettern im Saal. Sie rechneten die ganze Nacht hindurch. Am nächsten Morgen trat der oberste Schatzmeister mit zitternden Knien vor den Thron. „Majestät“, sprach er mit brüchiger Stimme, „wir können dem Brahmanen seinen Wunsch nicht erfüllen. Nicht einmal, wenn wir alle Kornspeicher eures Reiches leeren.“ Der König runzelte die Stirn: „Wie kann das sein? Es sind doch nur ein paar Körner auf einem kleinen Brett!“ Der Schatzmeister erklärte ihm die Macht des exponentiellen Wachstums: • Nach der ersten Reihe (8 Felder) waren es erst 255 Körner. Ein kleiner Bruchteil einer Handvoll. • Am Ende der zweiten Reihe (16 Felder) waren es schon 65.535 Körner – etwa ein kleiner Sack. • Nach der Hälfte des Brettes (32 Felder) waren es bereits über 4 Milliarden Körner (einige Wagenladungen). • Und auf dem letzten, dem 64. Feld, betrug die Menge unvorstellbare 9,2 Trillionen Körner. Zusammengerechnet ergab das für alle 64 Felder die gigantische Summe von 18.446.744.073.709.551.615 Körnern.

    Das Ende der Geschichte

    Der Schatzmeister erklärte dem staunenden König, dass diese Menge Getreide die gesamte Ernte der ganzen Welt für viele Jahrhunderte übersteigen würde. Um diese Menge zu lagern, müsste man ein riesiges Lagerhaus bauen, das einmal um die gesamte Erde reicht. Der König war sprachlos. Sissa hatte ihm nicht nur ein wunderbares Spiel geschenkt, sondern dem mächtigsten Mann des Reiches auch eine Lektion in Demut und Mathematik erteilt. Die Legende endet auf zwei verschiedene Weisen: • In der guten Version war der König so tief beeindruckt von Sissas Klugheit, dass er ihn zu seinem obersten Berater (Wesir) ernannte. • In der strengen Version sagte der König listig zu Sissa: „Ich werde dir deinen Lohn bis auf das letzte Korn auszahlen. Aber du musst jedes einzelne Korn selbst zählen, bevor du es aus meinem Palast trägst.“ Da Sissa das nicht konnte, war die Schuld des Königs beglichen.

    Notdürftiger Fisch