Die Esel-Verlosung

Ein Junge aus der Stadt zieht aufs Land. Seine Familie kauft von einem der örtlichen Bauern einen Esel für 100 Euro.

Am nächsten Tag soll der Junge den Esel abholen, aber der Bauer hat schlechte Nachrichten: Der Esel ist über Nacht verstorben. Sagt der Junge: „Okay, dann geben Sie mir das Geld zurück.“ „Tut mir leid“, meint der Bauer, „das hab ich schon ausgegeben.“ Der Junge überlegt kurz: „Okay, dann geben Sie mir den Esel.“ Der Bauer wundert sich: „Was willst du denn mit einem toten Esel?“ „Ich will ihn verlosen!“ „Aber du kannst doch keinen toten Esel verlosen!“ „Na klar, Sie werden schon sehen. Aber wir dürfen niemandem sagen, dass er tot ist.“

Eine Woche später treffen sich der Bauer und der Junge wieder, und der Bauer fragt, ob der Junge Erfolg mit seiner Verlosung hatte. „Und ob“, meint der Junge, „ich habe 100 Lose für je zwei Euro verkauft.“ „Und da hat sich keiner beschwert?“, fragt der Bauer. „Doch – der, dessen Los gewonnen hat. Dem hab ich seine zwei Euro zurückgegeben!“

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    Erklärung

    Erklärbär

    Hör mal zu, du Leuchte. Der Junge ist ein absoluter Macher. Er macht aus 100 Euro Verlust satte 98 Euro Gewinn, indem er 100 Leute abzieht und nur einem Einzigen seine zwei Euro zurückgibt. Das ist Kapitalismus im Endstadium, aber für dein Gehirn wahrscheinlich schon zu hohe Mathematik. Während du noch über den toten Esel heulst, zählt er schon die Scheine. Merkste selbst, ne?

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